Deutschlektoren an der Universitšt Urbino
  2014: Berlin
 


Reisebericht von Sofia Onofri


Berlin, die Hauptstadt Deutschlands, ist das wichtigste kulturelle, ethnische, politische und kommerzielle Zentrum Europas. Die Stadt ist wie ein Magnet für alle, die eine Leidenschaft für Kunst und Geschichte haben, und für alle, die die deutsche Sprache und Kultur lernen. Eine Gruppe von 22 Studentinnen hatte dieses Jahr die Gelegenheit, mit zwei Lektorinnen diese wunderbare Stadt zu besuchen. 

Unsere Reise begann am 13. April in Bologna. Voller Gefühle und Vorfreude, sind
wir in Richtung Berlin abgereist. Nach einer Stunde sind wir in Berlin angekommen. Wir haben unsere Jugendherberge erreicht und alle Koffer abgestellt. Am Abend haben wir einen Spaziergang zum Potsdamer Platz gemacht, das ganze beleuchtete Sony Center gesehen und etwas gegessen.

Am folgenden Tag haben wir uns mit dem Thema Berlin in der Nachkriegszeit / Berliner Mauer / DDR beschäftigt. Am Vormittag sind wir zum Checkpoint Charlie gegangen, einem der berühmten Übergänge der Berliner Mauer zwischen Ost und West und eines der bekanntesten Symbole des Kalten Krieges. In der Nähe gibt es das Haus am Checkpoint Charlie, ein Museum, in dem man sich die Geschichte von Ost- und West-Deutschland, vom Bau und Fall der Mauer und die verschiedenen Fluchtweisen der Menschen ansehen kann. Danach haben wir das STASI-Museum besucht, eine Ausstellung zur DDR-Staatssicherheit, und als letzte Station haben wir das DDR-Museum besucht, ein interaktives Museum , wo man das Leben im Sozialismus erfahren kann.


Das Thema des dritten Tages war Kunst und Kultur in Berlin. Während des Tages haben wir die East Side Gallery gesehen, die in der Mühlenstraße liegt, und die größte Open-air-Galerie der Welt ist. Diese Galerie besteht aus den letzten Teilen der Mauer, die von verschiedenen Malern aus der ganzen Welt bemalt wurden. Einige Murales sind dank der starken Wirkung und ihrer Bedeutung weltweit bekannt. In der Nähe der East Side Gallery liegt Kreuzberg, ein multikultureller Ortsteil, wo viele Türken und viele Studenten wohnen. Wir haben einen Spaziergang über den Türkenmarkt gemacht, und etwas Typisches gegessen oder gekauft. Am Nachmittag sind wir im ARD Hauptstadtstudio gewesen, das eine Gemeinschaftseinrichtung der neun Landesrundfunkanstalten der ARD ist. Hier entstehen Nachrichtenbeiträge zur Bundespolitik in Radio und TV. Dort hatten wir die Möglichkeit, ein Radiostudio und ein kleines Fernsehstudio zu sehen. Nach dem Besuch hatten wir Freizeit.


Berlin damals und heute war das Thema des nächsten Tages, an dem wir aber zuerst das Alliierten-Museum besucht haben, das die Rolle der Westalliierten während des Krieges für die Freiheit des deutschen Volkes dokumentiert. Dort kann man ein  britisches Transportflugzeug, 
das ursprüngliche Kontrollhäuschen vom Checkpoint Charlie und viele andere Objekte des Krieges anschauen. Danach haben wir die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gesehen, ein Denkmal, das den Frieden und die Wiederversöhnung feiert. Am Nachmittag hatten wir Zeit für individuelle Besichtigungen, und wir hatten eine Aufgabe: ein Museum zu besuchen und drei Fotos von Dingen, die uns besonders beeindruckt haben, zu machen. Einige besuchten das Pergamon-Museum, andere das Jüdische Museum oder das Fotografie-Museum.

Am folgenden Tag haben wir die traditionellen Gruppenphoto vor dem Brandenburger Tor gemacht. Danach haben wir das Reichstagsgebäude, das der Sitz des Deutschen Bundestags ist, besucht.  Ein Reiseführer hat uns dort die Geschichte, die Planung und den Wiederaufbau des Reichstags erklärt. Ein wichtiger Teil des Gebäudes ist die Kuppel aus Glas und Stahl, Symbol der Transparenz. Von dort kann man das ganze Stadtpanorama genießen, zum Beispiel können die Touristen die Siegessäule, den Tiergarten, das Holocaust-Mahnmal, das Brandenburger Tor oder die verschiedenen Botschaften sehen. Danach haben wir das Holocaust-Mahnmal gesehen, es wurde für die ermordeten Juden Europas des zweiten Weltkrieg aufgebaut, und es symbolisiert den Identitätsverlust und die existenzielle Angst. Am nächsten Tag sind wir leider nach Italien zurückgeflogen.

Diese Tage waren für alle echt super, unvergesslich und total lustig. Wir haben viel typisches Essen und exotische Restaurants ausprobiert und in vielen Kneipen oder Bierstuben etwas getrunken. Berlin hat uns fantastische Tage und Momente, geheimnisvolle Orte voll von Geschichte, neue Freundinnen und Erfahrungen geschenkt.


 
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